Kurzinfos über die Côte d'Ivoire (Elfenbeinküste)

![]() | Geographische Infos und Bevölkerung Die Republik Côte d'Ivoire ist eines der Küstenländer Westafrikas (5°N - 11°N / 3°O - 8°O) und wurde 1960 von Frankreich offiziell unabhängig. Mit einer Staatsfläche von 322.460 Quadratkilometern fast genauso groß wie die Bundesrepublik Deutschland (357.000 km2). Einwohnerzahl: rund 17 Mio. Menschen. Die Bevölkerungsdichte liegt im Durchschnitt bei 51 pro km2 (im Vergleich dazu: in D bei 231 E./km2), wobei die meisten Menschen im bevölkerungsdichten Küstenstreifen und insbesondere im Ballungsraum der Wirtschaftsmetropole ABIDJAN leben. In Abidjan, einem der wichtigsten und modernsten Wirtschaftszentren Afrikas, leben rund 2,9 Mio. Menschen. Während Abidjan Wirtschaftszentrum und derzeit noch Regierungssitz ist, ist die offizielle Hauptstadt des Landes das weitaus kleinere Yamoussoukro (etwa 300 000 Einwohner) im Zentrum des Landes. |
| Abidjan Abidjan, Wirtschaftsmetropole und zugleich größte Stadt des Landes, wird vom Plateau, dem Geschäftsviertel, beherrscht. Die Stadt hat sich ihr französisches Flair aus der Kolonialzeit bewahrt. Das ältere und traditionellere Zentrum der Stadt ist Treichville mit seinen vielen Restaurants, Bars und Nachtklubs sowie dem farbenfrohen Markt. Das Ifon-Museum ist einen Besuch wert, die Ausstellungsstücke reichen von regionalen Skulpturen bis zu Goldschmuck und -gewichten. Die Artefakte geben einen Einblick in die Lebensweisen und das Kunsthandwerk der verschiedenen Volksstämme der Elfenbeinküste. | Am Ufer der Lagune sind einige Vororte entstanden, wie z. B. Cocody (mit dem luxuriösen Komplex des Hôtel Ivoire), Riviera (Golfhotel), Marcory und Adjamé. Abgesehen von der jüngsten Krise in den letzten Jahren war die Côte d'Ivoire mit ihrer sagenhaften Natur, seinen paradiesischen Stränden und seiner guten Infrastruktur auch immer ein beliebtes Reiseziel, vor allem bei französischen Touristen. |
Wirtschaft Das Land Côte d'Ivoire ist der weltweit größte Kakaobohnen-Exporteur (40 Prozent der Welt-Kakaoproduktion entfallen auf die Côte d'Ivoire; Quelle: "Le Monde diplomatique", Ausgabe Juli 2006) und einer der führenden Kafeeproduzenten in der Welt. Namhafte Unternehmen wie Nestlé werden hauptsächlich von dort beliefert und die Chance ist groß, das auch Sie seit Ihrer Kindheit Schokolade, Kaffee oder andere Speisen zu sich nehmen, die ursprünglich aus der Elfenbeinküste stammen. Freilich erscheint der Name nur selten, weil die Produkte oft in Europa weiterverarbeitet und aufbereitet werden. | Neben Kakao und Kaffee sind auch Baumwolle, Gummi, Obst und Gemüse weitere wichtige Exportgüter. Vor der Küste des Landes wurde vor einigen Jahren auch Erdgas- und Erdölvorkommen entdeckt. Die Wirtschaftspläne der Regierung sehen vor, den Dienstleistungsbereich auszubauen, insbesondere die Bereiche Tourismus, Finanzdienste und Telekommunikation. Dabei kommt dem Land die dominierende Rolle der Börse von Abidjan in der Region zugute. Die Wirtschaft hatte sich seit Mitte der 1990er Jahre bis zur jüngsten Krise gut entwickelt, mit jährlichen Zuwachsraten von etwa 7%. Côte d'Ivoire ist Mitglied aller bedeutenden regionalen wirtschaftlichen Organisationen, einschließlich ECOWAS und der verschiedenen Vereinigungen der CFA-Franc-Zone. Côte d'Ivoires Haupthandelspartner ist Frankreich, andere wichtige Handelspartner sind Deutschland, die Niederlande, Italien und Spanien sowie Nigeria, Mali, die USA und Japan. |
| Landschaften Etwa 100 km östlich der Hauptstadt liegen die Badeorte Assouinde und Assinie. Schöne Badestrände gibt es auch in Grand-Béréby. Im Westen des Landes liegt die Stadt Man in einer Gegend dichtbewaldeter Berge und Hochebenen. Die Volksstämme der Guere und Yacouba, die hier leben, sind für ihre ausdrucksvollen Masken- und Stelzentänze bekannt. Im Februar finden in den Dörfern rund um Man die faszinierenden Maskenfeste statt. Die etwa 5 km von Man entfernt in einem Bambuswald gelegenen Wasserfälle La Cascade sind ein beliebtes Ausflugsziel. Viele Urlauber machen sich auch auf, den Berg Tonkoui (1218 m) oder den steilen Fels La Dent de Man zu ersteigen. Besuchenswert sind auch die etwa 50 km entfernten Dörfer Biankouma mit seinem traditionellen Markt und Gouessesso, bekannt für seine Schnitzer und Weber. | ![]() |
![]() | Das Land hat eine 600 km lange Küste am Golf von Guinea. Die südlichen und westlichen Landesteile sind bewaldet mit hügeliger Landschaft, die in Richtung der Savannenebenen im Norden und der bergigen westlichen Grenze hin ansteigt. Die drei Flüsse Sassandra, Bandama und Comoé fließen nach Süden in den Atlantik, wo sie zahlreiche Lagunen bilden. Klima Tropisches Klima. Im Süden gleichmäßig heiß und feucht mit einer großen (Mai bis Juli) und einer kleinen (Oktober bis November) Regenzeit. Nach Norden trockener, (Regenzeit von Juni bis September |
| Allgemeines Bis zur Unabhängigkeit des Landes im Jahr 1960 unter Gründervater Houphouet-Boigny gehörte das Land zu Frankreich und ist seitdem als Präsidialrepublik organisiert. Das Land galt als Modell für ganz Westafrika und war für seine Stabilität und durch seine Bodenschätze, seine Infrastruktur vor allem im Süden und seinen relativen Reichtum im Vergleich zu anderen afrikanischen Staaten bekannt. Ab 1999 kam es zu Auseinandersetzungen zwischen der Regierung und Rebellen, die den Norden des Landes besetzt hielten. Das vor Ort stationierte französische Militär und internationale Truppen griffen ein. Es kam zur Nord-Süd-Spaltung des Landes. Diese Krise, die sich auch stark auf die wirtschaftliche Situation des Landes auswirkte, hielt bis Frühjahr 2007 an. | ![]() Nun haben sich Präsident Laurent Gbagbo und die "Forces Nouvelles" auf eine Friedensvereinbarung verständigt und eine gemischte Regierung gebildet, um Neuwahlen zu organisieren. Derzeit stabilisiert sich die Lage wieder und es bleibt zu hoffen, dass der Frieden anhält, um dem Land auch wirtschaftlich wieder auf die Beine zu helfen. Merci ! |
Die Republik Côte d‘Ivoire
Die Republik Côte d‘Ivoire, eines der Küstenländer Westafrikas (5°N – 11°N / 3°O – 8°O), wurde 1960 offiziell von Frankreich unabhängig. Mit einer Staatsfläche von 322.462 Quadratkilometern ist die Republik Elfenbeinküste (rund 17 Millionen Einwohner) fast genauso groß wie die Bundesrepublik Deutschland. Die meisten Menschen leben im bevölkerungsdichten Küstenstreifen und im Ballungsraum der Wirtschaftsmetropole Abidjan (ca. 5 Mio. Einwohner), einem der wichtigsten und modernsten Wirtschaftszentren Afrikas. In der Côte d‘Ivoire leben rund 60 verschiedene Ethnien, wobei Baoule, Bete, Senoufou und Malinke insgesamt über die Hälfte der Bevölkerung stellen.
Wirtschaft
Politische Lage
Bis zur Unabhängigkeit des Landes im Jahr 1960 unter Gründervater Félix Houphouët-Boigny gehörte das Land zu Frankreich und ist seitdem als Präsidialrepublik organisiert. Nach 40 Jahren Stabilität und Wachstum kam es Ende der 90er Jahre zu Auseinandersetzungen zwischen der Regierung und Rebellen. Staatspräsident Laurent Gbagbo und die „Forces Nouvelles“ haben sich auf eine Friedensvereinbarung verständigt und eine gemeinsame Regierung gebildet, die den Auftrag hatte, Neuwahlen zu organisieren (für 2009 erwartet). Am 28.November 2010 wurde endlich die Präsidentenwahl organisiert, leider führte deren umstrittenes Ergebnis zum blutigen Krieg. Die Bombardierung der Kasernen der ivorischen Armee als auch die Residenz des amtierenden Präsidenten in Abidjan, durch die französische Armee, kostete offiziell 3000 Menschen das Leben.
Parlamentwahl steht im Dezember 2011 bevor, wenn die Sicherheit wieder eingekehrt ist.



